Levant
Gegenüber der Insel "Port-Cros" weist die Insel Le
Levant völlig andere topographische Verhältnisse auf. Sie ist eine lange, schmale,
felsige Insel (8 km lang und 1 km breit). Ihr höchster Punkt liegt 138 m über dem
Meeresspiegel. Der Bewuchs ist viel spärlicher als der der Nachbarinseln Port-Cros oder
Porquerolles, das ist aufgrund des feslsigen Bodens, der in der Sonne weiss und schwarz
glitzert, mit puren Quarzadern und sonstigen Mineralien durchzogen. Man stösst hier z. B.
auf Granatgestein, schwarzen Turmalin und seltene Feuersteine; ein gefundenes Fressen für
Hobbygeologen.
In der Tierwelt trifft man hier auf mehr als 60 Spezies, von denen Schmetterlinge,
Libellen und Vögel am meisten vertreten sind. Ab Beginn der christlichen Zeitrechnung war
diese Insel über Jahrhunderte Zufluchtsort verschiedener religiöser Orden : Mönche des
Leriner Ordens bauten hier einen weiteren Sitz ihrer Kirche; die Benediktiner und danach
die Kreuzbrüder liessen sich hier ab dem 15. Jahrhundert nieder. Von deren Bauten findet
man heute noch einige Überreste in dem kleinen Tal von "Jas-Vieux".
Ab 1793 stand die Insel unter britischer Verwaltung bis sie im letzten Jahrhundert
Eigentum des Grafen von "Pourtales" wurde. Ein Teil dieser Grafschaft wurde als
Strafkolonie für Jugendliche genutzt und zählte bis zu 300 Häftlinge im Alter von 15
bis 18 Jahre. Aufgrund einer Häftlingsrevolte wurde das Straflager niedergebrannt.
Gegenüber den Buchten von Bormes und Le Lavandou gelegen, steht die Insel jetzt unter der
Verwaltung von Hyères. Heute ist dieses Eiland ein Paradies für Nudisten, was einige
Probleme bereitet. Im Jahre 1931 begannen die Ärzte Gaston und André Durville das erste
Dorf für Anhänger der Freikörperkultur, namens "Heliopolis", aufzubauen. Der
neben dem alten, von Napoleon erbauten Fort liegende Ort ist heute weltbekannt. Zur
damaligen Zeit lebten auf der Insel gerade mal 15 Einwohner. Der grösste Teil im
Nord-Osten der Insel dient der Marine als Übungsgelände und ist für die Öffentlichkeit
gesperrt. Marine und Nudisten teilen sich somit die Insel. Durch die Armee gibt es einige
Einschränkungen, die zu beachten sind; z. B. darf man nicht überrall, rund um die Insel,
vor Anker gehen. Das Wasser ist so klar, dass man die Vielfallt der Unterwasserlandschaft
gut beobachten kann. Fischen ist hier erlaubt und Fänge zwischen 8/10 kg mehr sind keine
Seltenheit. Früh morgens kann man grosse Fischschwärme an der Wasseroberfläche
beoachten.

Portcros
Schon in der Antike wurde diese Insel von den griechischen
Seeleuten auch "La Mesé" (die Insel der Mitte) genannt. Mit einer Fläche von
640 ha (Länge 4,5 km, Breite 2 km) ist sie kleiner als die Insel Porquerolles. Auch
trägt sie den Spitznamen "Port Creux", den sie dem dortigen Hafen verdankt, der
in einem tiefen Einschnitt (creux) der Insel liegt. Die Oberflächenkonturen sind
gegenüber Porquerolles und Le Levant viel abwechslungsreicher und das gilt auch für die
Vegetation.
Wie auch die anderen Felsen des Archipels, wurde diese Insel zuerst durch die
"Liguren" und danach durch Mönche des Leriner Ordens bevölkert, die im V.
Jahrhundert diese urbar machten. Im Mittelalter wurde Port-Cros von vielen Invasionen
heimgesucht. Über fünft Jahrhunderte kam es zu zahlreichen Verwüstungen durch
Seeräuber. Nachdem 1963 die Insel von privaten in staatlichen Bezsitz wechselte (letzter
privater Besitzer war der Graf "Beauregard"), wurde sie zum Nationalpark
erklärt.
Die Naturschutzzone beginnt in einem Umkreis von 600 m um die Insel herum und beinhaltet
die Inseln "Rascasse", "Gabinière", "Bagaud" und noch
einige andere kleinen Nachbarinseln. Das Fischen ist hier verboten. Auch besteht hier eine
Geschwindigkeitsbegrenzung für die Schiffahrt. Campen, jagen und sammeln von Pflanzen ist
ebenfalls verboten, was dazu beiträgt, die Insel wie ein kleines Paradies zu erhalten.
Viele Pfade führen durch die unberührte Natur, den hohen Buschwald , wo sich
Mastrixbäume mit baumgrossen Heidekräutern mischen und man hier und da, durch eine
Öffnung des Waldes, einen herrlichen Ausblick auf das Meer oder auf die alten
Festungswerke hat. Durch ihre 12 Quellen erscheint Port-Cros immer in einem grünen Gewand
und da es hier viele feuchte Gebiete gibt, wachsen hier viele verschiedene und seltene
Arten von Pilzen und auch sonstige unbekannte Pflanzen. Der Wald beherbergt
unterschiedliche Baumarten, wie zum Beispiel die grüne Eiche, die Alepkiefer, den
Eukalyptus, den Olivenbaum und die Korkeiche. Die Flora kann sich hier voll entfalten, was
man an der üppigen Vegetation erkennt, die den typischen Mittelmeercharakter aufweist.
Die Steilküste an der Südseite der Insel wird von grossen Seevögeln, wie z.B. dem
Cormorane und die Silbermöwe bewohnt. Andere Vogelarten, wie z.B. Falken, Sperber, Amseln
und der Wiedehopf, die vom Festland vertrieben wurden, fanden hier Zuflucht. Sperlinge,
Ringel- und Turteltauben fliegen während ihrer jährlichen Wanderung Port-Cros an, um
dort zu überwintern. Auch schöne und seltene Exemplare von Schmetterlingen haben sich
hier angesiedelt. An der Südküste ist das Wasser so klar, dass man bis zu 40 m tief auf
den Meeresgrund schauen kann; der ideale Ort zum Tauchen, was hier nicht verboten ist. Der
Dichter "Melchior de Vogue" liess sich für seinen Roman Jean d'Agrève (1897)
von diesem idyllischen Ort inspierieren.
Am Eingang zu dem kleinen Tal "Solitude" steht noch das Herrenhaus von
"Hélène", der Heldin des Romans. Um "Port-Man" zu erreichen, muss
man einen kleinen Weg, der quer durch die gesamte Insel führt nehmen. Von dort aus blickt
man auf die Insel "Le Levant" und den Gebirgszug der "Maures".
Port-Man liegt in einer vor dem Nordwind geschützten Bucht, von der aus man über kleine
Pfade den malerischen Weiler von Port-Cros erreichen kann. Diese führen durch das
Tälchen "Janet", dem Tal "Marma", über den Strand "La
Palu" und dem kleinen Tal namens "Noir" (schwarzes Tal). AAuf dieser Insel
werden dem Besucher wunderschöne Wanderwege präsentiert, durch eine fast unberührte
Natur, die den Wanderer, wenn er sie durchschreitet, zum träumen anregt.
Porquerolles
Ein schöner kleiner Hafen, eine felsige Spitze, die in's Meer
hinein ragt, mit Pinien bedeckt, einige weisse und rosafarbene Häuser zwischen Palmen und
Mimosen, das ist Porquerolles; erreichbar mit Schnellbooten, die regelmässig auch zu den
Nachbarinseln Port-Cros und Le Levant fahren. Den kürzesten Weg hierher nimmt man von der
Spitze der Halbinsel von Giens aus, über die "Tour Fondue". Auch von Bormes und
Le Lavandou aus verkehren regelmässig Schiffe. Ein grosser Platz mit Eukalyptusbäumen,
eine einfache Kirche und einige Fischerhäuser bilden das Dorf der Insel.
Es wurde vor 150 Jahren um das Fort Sainte Agathe herumgebaut und liegt an einer kleinen
Reede, die im Norden vom Strand von "Courtade" umsäumt wird. Hier fanden die
Familien der Soldaten, die früher einmal hier stationiert waren, Unterkunft.
Die Insel beherbergte lange Zeit ein Sanitätszentrum des Militärs. Die Verwundeten der
Kriege von "Crimé" und des Feldzuges nach Madagaskar wurden hier zur Genesung
aufgenommen. Der wunderschöne Kreuzgang in der Kirche "Sainte Anne" ist
versehen mit 14 hangeschnitzten Nussbaumholztafeln, die im Jahre 1868 von einem Soldaten
eines afrikanischen Bataillons angefertigt worden sind. Andere mehr oder weniger
zerfallene Festungswerke zeugen von einer langen militärischen Besetzung der Inseln. Die
älteste Festung, "L'Alicastre", wurde unter der Herrschaft Richelieus gebaut.
Einer Legende nach, stammt deren Namen von einem Ungeheuer (Lycastre), das von einem
mysteriösen Ritter besiegt wurde. Von 1848 bis 1852 war diese Festung ein Gefängnis. Es
wird behauptet, dass die "Eiserne Maske" dort gefangen gehalten wurde, bis man
den Gefangenen auf die Insel Sainte Marguerite brachte. Während der Eroberung Algeriens
wurden viele arabische Gefangene in diese Festung deportiert.
Als grösste der Goldenen Inseln (7,5 km lang und 2 km breit), verfügt sie über eine ca.
25 km Küste, die bis 1971 bedroht war, warlos bebaut zu werden, was rechtzeitig
verhindert werden konnte. Ohne den status eines Naturparks zu besitzen, steht sie heute
unter Naturschutz. Wie auch auf den Nachbarinseln sind Kraftfahrzeuge für die
Öffentlichkeit verboten. Man muss also zu Fuss oder mit dem Fahrrad diese malerische
Insel erkunden.
Der klassische Spaziergang führt mitten durch die Insel in Richtung Süden, bis hin zu
einem Leutchturm (96 m hoch). Vom höchsten Punkt aus geniesst man ein herrliches
Panorama. Man schaut auf die Inseln, die Hügel von "Langoustier", die Festung
Sainte Agathe und am Horizont erkennt man den Gebirgszug der Maures, mit seinen
ockerfarbenen Felswänden, die bis in's Meer abfallen. Es führt keine Strasse über die
Insel, jedoch gelangt man über kleine Pfade zu den vielen kleinen Buchten, den
Felsvorsprüngen der Kaps von Mèdes", von Grand Langoustier" und
Alicastre". Etwas beschwerlicher ist der Weg zu einem Aussichtsturm, aber wenn
man erst einmal dort ist, wird man für die Mühe entschädigt, weil man von dort aus eine
herrliche Aussicht auf die ruhig daliegende Insel, mit ihren Wäldern und Weinbergen hat.
Hier und da entdeckt man auch Orangen-, Citronen- und Mandarinenplantagen. Auch um dieses
Eiland herum, bietet die Unterwasserwelt für Taucher, zwischen Korallen und verschiedenen
Schwammarten, interessante Plätzchen für Tauchgänge.
le Lavandou
Der Strand von Lavandou endet in östlicher Richtung am Hafen.
Der kleine, alte Fischerhafen ist zu einem heute wichtigen internationalen Hafen
herangewachsen. Gut geschützt finden bis zu 1000 Schiffe / Boote, mit einem Tiefgang von
1 bis 9 und einer Länge bis 40 Mertern Platz.
Entlang des Kais bieten Läden und Restaurants allen möglichen Komfort. In Höhe des
Hafens, nur wenige Schritte entfernt, befinden Sie sich im Centrum von Le Lavandou, mit
seinen schmalen, malerischen Gassen. Auf dem Weg dort hin, kreuzen Sie mehrere unter
Platanen angelegte "Pétanque"-Plätze, von denen aus man direkt auf's Meer
blickt. Viele, direkt am Hafen gelegene Restaurants, haben bis Sonnenaufgang für
diejenigen geöffnet, die sich gerne die ganze Nacht hindurch amüsieren möchten.
In der Planung befindet sich eine kleine Eisenbahntrasse, die die Orte Le Lavandou, Saint
Clair, La Fossette, Aiguebelle, Cavalière und Pramousquier miteinander verbinden soll.
Diese Eisenbahnstrecke soll dort angelegt werden, wo in früheren Zeiten die Schienen des
"Train des Pignes" verliefen.
Bormes les Mimosas und Le Lavandou sind sicherlich die
sonnenreischsten Orte in Frankreich, mit einem Durchschnitt von 532 Sonnenstunden im
Winter (gegenüber nur 211 in Paris). Wenn die Sonne am azurblauen Himmel steht, erscheint
Bormes an so manchem Januartag, durch das goldene und silberne Schimmern der blühenden
Mimosen und Mandelbäume, wie ein Teil vom Paradies. 100 Meter über dem Meerespiegel an
den Berghängen der Maures gelegen, weist dieser Ort ein aussergewöhnliches Microklima
aus. Die salzhaltige Meeresluft wird versüsst und parfümiert durch den Duft von
Heidekräutern, Cisten, Eukalyptusbäumen, Ginster, Oleander und besonders den Duft der
Mimosen. Diese wohlduftende Atmosphere bleibt über die gesamte Jahreszeit erhalten. Die
Vielfalt der Flora und seiner Farben ist wie Zauberei. Das Mittelmeerklima wird von den
Touristen sehr geschätzt , jedoch hat die Vegetation, besonders in den trockenen
Sommermonaten, darunter zu leiden, in denen durchschnittlich nur 30 mm/qm Regen
fällt.Bormes les Mimosas und Le Lavandou sind sicherlich die sonnenreischsten Orte in
Frankreich, mit einem Durchschnitt von 532 Sonnenstunden im Winter (gegenüber nur 211 in
Paris). Wenn die Sonne am azurblauen Himmel steht, erscheint Bormes an so manchem
Januartag, durch das goldene und silberne Schimmern der blühenden Mimosen und
Mandelbäume, wie ein Teil vom Paradies. 100 Meter über dem Meerespiegel an den
Berghängen der Maures gelegen, weist dieser Ort ein aussergewöhnliches Microklima aus.
Die salzhaltige Meeresluft wird versüsst und parfümiert durch den Duft von
Heidekräutern, Cisten, Eukalyptusbäumen, Ginster, Oleander und besonders den Duft der
Mimosen. Diese wohlduftende Atmosphere bleibt über die gesamte Jahreszeit erhalten. Die
Vielfalt der Flora und seiner Farben ist wie Zauberei. Das Mittelmeerklima wird von den
Touristen sehr geschätzt , jedoch hat die Vegetation, besonders in den trockenen
Sommermonaten, darunter zu leiden, in denen durchschnittlich nur 30 mm/qm Regen fällt.
Wald und Gebüsch bedecken den grössten Teil dieser Region. Man findet wunderschöne
Pinienwälder vor :
- Die Aleppinie deren Inneres der Samenkörner von den Eichhörchen gerne gefressen wird.
- Die einfache, an der Küste oft vorkommende Pinie, mit ihrem geradelinigen Stamm, ihrer
schwarzen Rinde und den langen Nadeln.
- Die Pignonpinie; sie wird oft wegen ihrer charakteristischen Form auch Sonnenschirmpinie
genannt.
Auch die Eiche ist vertreten : Typisch für unsere Landschaft ist die Korkeiche mit ihrer
dicken, rissigen Rinde; aber man findet auch an den nach Norden hin gelegenen Berghängen
die weisse Eiche. Ursprünglich gab es hier nur die grüne Eiche. Noch zu erwähnen wäre
die Kastanie, deren Bäume an kühlen und feuchten Hängen wachsen. Das Unterholz besteht
hauptsächlich aus hochwüchsigem Heidekraut, Sandbeerbäumen (eine der seltenen Pflanzen,
die Blüte und Frucht gleichzeitig trägt) und den Mastixbäumen. Weiter findet man
Rosmarin, Lavendel, Thymian, Cisten (wunderschön im Frühlig, mit weissen oder
rosafarbenen Blüten), Asphodelen, Sonnenblumen, Tulpen und Iris. Andere Gewächse wurden
angepflanzt, wie z.B. der Eukalyptus aus Australien, und die Mimosen; sie sollen von den
Truppen Napoleons III. im Jahre 1867 aus Mexico importiert worden sein. Aus der Familie
der Akazien ist die Mimose in Bormes, in ihrer Vielfalt und den duftenden Kugeln,
gegenüber anderen Bäumen am häufigsten angepflanzt. Ihre Blütezeit ist von Januar bis
März. Durch staatlichen Erlass von 1968 erhielt Bormes den Zunamen "les
Mimosas" und lautet seit dem Bormes les Mimosas.
An jedem dritten Sonntag im Februar findet das Fest der Mimosen statt. Die Mimose, das
Wahrzeichen des Ortes. Tausende von Menschen bewundern die blumengeschmückte Wagenparade,
den berühmten "Corso du Mimosas". Bormes, Zentrum der Mimosen in der Welt, hat
seit 1970 in Frankreich das Privileg die Flagge "4 fleurs" (4 Blüten) zu
führen, weil es innerhalb Frankreich der zuerst blühende Ort seiner Art ist. Nicht
vergessen sollte man den Weinanbau, mit seinen vielen Weinbergen. Deren unterschiedliche
Lagen verleihen den Weinen eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen. Der lockere und steinige
Boden, sowie die gleichmässige Sonneneinstrahlung, sind für die Erzeugung von Weinen
hoher Qualität vorteilhaft. Der Rosé ist sehr fruchtig; er soll kühl serviert werden
und passt gut zu den typisch, ländlichen Speisen. Der Rotwein entfaltet bei
Zimmertemperatur am besten sein Bouquet. Der Weisswein ist trocken und voller Feinheiten.
Man bevorzugt ihn zum Fisch oder anderen Meeresfrüchten. Nachdem im Winter und Frühling
die Weinberge bearbeitet wurden, beginnt die Weinlese. Innerhalb von drei Wochen sind die
Trauben geerntet und zu einer Genossenschaft oder Privatkellerei gebracht.
Wald und Gebüsch bedecken den grössten Teil dieser Region. Man findet wunderschöne
Pinienwälder vor :
- Die Aleppinie deren Inneres der Samenkörner von den Eichhörchen gerne gefressen wird.
- Die einfache, an der Küste oft vorkommende Pinie, mit ihrem geradelinigen Stamm, ihrer
schwarzen Rinde und den langen Nadeln.
- Die Pignonpinie; sie wird oft wegen ihrer charakteristischen Form auch Sonnenschirmpinie
genannt.
Auch die Eiche ist vertreten : Typisch für unsere Landschaft ist die Korkeiche mit ihrer
dicken, rissigen Rinde; aber man findet auch an den nach Norden hin gelegenen Berghängen
die weisse Eiche. Ursprünglich gab es hier nur die grüne Eiche. Noch zu erwähnen wäre
die Kastanie, deren Bäume an kühlen und feuchten Hängen wachsen. Das Unterholz besteht
hauptsächlich aus hochwüchsigem Heidekraut, Sandbeerbäumen (eine der seltenen Pflanzen,
die Blüte und Frucht gleichzeitig trägt) und den Mastixbäumen. Weiter findet man
Rosmarin, Lavendel, Thymian, Cisten (wunderschön im Frühlig, mit weissen oder
rosafarbenen Blüten), Asphodelen, Sonnenblumen, Tulpen und Iris. Andere Gewächse wurden
angepflanzt, wie z.B. der Eukalyptus aus Australien, und die Mimosen; sie sollen von den
Truppen Napoleons III. im Jahre 1867 aus Mexico importiert worden sein. Aus der Familie
der Akazien ist die Mimose in Bormes, in ihrer Vielfalt und den duftenden Kugeln,
gegenüber anderen Bäumen am häufigsten angepflanzt. Ihre Blütezeit ist von Januar bis
März. Durch staatlichen Erlass von 1968 erhielt Bormes den Zunamen "les
Mimosas" und lautet seit dem Bormes les Mimosas.Bormes les Mimosas und Le Lavandou
sind sicherlich die sonnenreischsten Orte in Frankreich, mit einem Durchschnitt von 532
Sonnenstunden im Winter (gegenüber nur 211 in Paris). Wenn die Sonne am azurblauen Himmel
steht, erscheint Bormes an so manchem Januartag, durch das goldene und silberne Schimmern
der blühenden Mimosen und Mandelbäume, wie ein Teil vom Paradies. 100 Meter über dem
Meerespiegel an den Berghängen der Maures gelegen, weist dieser Ort ein
aussergewöhnliches Microklima aus. Die salzhaltige Meeresluft wird versüsst und
parfümiert durch den Duft von Heidekräutern, Cisten, Eukalyptusbäumen, Ginster,
Oleander und besonders den Duft der Mimosen. Diese wohlduftende Atmosphere bleibt über
die gesamte Jahreszeit erhalten. Die Vielfalt der Flora und seiner Farben ist wie
Zauberei. Das Mittelmeerklima wird von den Touristen sehr geschätzt , jedoch hat die
Vegetation, besonders in den trockenen Sommermonaten, darunter zu leiden, in denen
durchschnittlich nur 30 mm/qm Regen fällt. Wald und Gebüsch bedecken den grössten Teil
dieser Region. Man findet wunderschöne Pinienwälder vor :
- Die Aleppinie deren Inneres der Samenkörner von den Eichhörchen gerne gefressen wird.
- Die einfache, an der Küste oft vorkommende Pinie, mit ihrem geradelinigen Stamm, ihrer
schwarzen Rinde und den langen Nadeln.
- Die Pignonpinie; sie wird oft wegen ihrer charakteristischen Form auch Sonnenschirmpinie
genannt.
Auch die Eiche ist vertreten : Typisch für unsere Landschaft ist die Korkeiche mit ihrer
dicken, rissigen Rinde; aber man findet auch an den nach Norden hin gelegenen Berghängen
die weisse Eiche. Ursprünglich gab es hier nur die grüne Eiche. Noch zu erwähnen wäre
die Kastanie, deren Bäume an kühlen und feuchten Hängen wachsen. Das Unterholz besteht
hauptsächlich aus hochwüchsigem Heidekraut, Sandbeerbäumen (eine der seltenen Pflanzen,
die Blüte und Frucht gleichzeitig trägt) und den Mastixbäumen. Weiter findet man
Rosmarin, Lavendel, Thymian, Cisten (wunderschön im Frühlig, mit weissen oder
rosafarbenen Blüten), Asphodelen, Sonnenblumen, Tulpen und Iris. Andere Gewächse wurden
angepflanzt, wie z.B. der Eukalyptus aus Australien, und die Mimosen; sie sollen von den
Truppen Napoleons III. im Jahre 1867 aus Mexico importiert worden sein. Aus der Familie
der Akazien ist die Mimose in Bormes, in ihrer Vielfalt und den duftenden Kugeln,
gegenüber anderen Bäumen am häufigsten angepflanzt. Ihre Blütezeit ist von Januar bis
März. Durch staatlichen Erlass von 1968 erhielt Bormes den Zunamen "les
Mimosas" und lautet seit dem Bormes les Mimosas.
An jedem dritten Sonntag im Februar findet das Fest der Mimosen statt. Die Mimose, das
Wahrzeichen des Ortes. Tausende von Menschen bewundern die blumengeschmückte Wagenparade,
den berühmten "Corso du Mimosas". Bormes, Zentrum der Mimosen in der Welt, hat
seit 1970 in Frankreich das Privileg die Flagge "4 fleurs" (4 Blüten) zu
führen, weil es innerhalb Frankreich der zuerst blühende Ort seiner Art ist. Nicht
vergessen sollte man den Weinanbau, mit seinen vielen Weinbergen. Deren unterschiedliche
Lagen verleihen den Weinen eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen. Der lockere und steinige
Boden, sowie die gleichmässige Sonneneinstrahlung, sind für die Erzeugung von Weinen
hoher Qualität vorteilhaft. Der Rosé ist sehr fruchtig; er soll kühl serviert werden
und passt gut zu den typisch, ländlichen Speisen. Der Rotwein entfaltet bei
Zimmertemperatur am besten sein Bouquet. Der Weisswein ist trocken und voller Feinheiten.
Man bevorzugt ihn zum Fisch oder anderen Meeresfrüchten. Nachdem im Winter und Frühling
die Weinberge bearbeitet wurden, beginnt die Weinlese. Innerhalb von drei Wochen sind die
Trauben geerntet und zu einer Genossenschaft oder Privatkellerei gebracht.
An jedem dritten Sonntag im Februar findet das Fest der Mimosen statt. Die Mimose, das
Wahrzeichen des Ortes. Tausende von Menschen bewundern die blumengeschmückte Wagenparade,
den berühmten "Corso du Mimosas". Bormes, Zentrum der Mimosen in der Welt, hat
seit 1970 in Frankreich das Privileg die Flagge "4 fleurs" (4 Blüten) zu
führen, weil es innerhalb Frankreich der zuerst blühende Ort seiner Art ist. Nicht
vergessen sollte man den Weinanbau, mit seinen vielen Weinbergen. Deren unterschiedliche
Lagen verleihen den Weinen eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen. Der lockere und steinige
Boden, sowie die gleichmässige Sonneneinstrahlung, sind für die Erzeugung von Weinen
hoher Qualität vorteilhaft. Der Rosé ist sehr fruchtig; er soll kühl serviert werden
und passt gut zu den typisch, ländlichen Speisen. Der Rotwein entfaltet bei
Zimmertemperatur am besten sein Bouquet. Der Weisswein ist trocken und voller Feinheiten.
Man bevorzugt ihn zum Fisch oder anderen Meeresfrüchten. Nachdem im Winter und Frühling
die Weinberge bearbeitet wurden, beginnt die Weinlese. Innerhalb von drei Wochen sind die
Trauben geerntet und zu einer Genossenschaft oder Privatkellerei gebracht.
Unsere schöne Region wurde in der Geschichte erstmals während
des römischen Grossreichs erwähnt. Alconis (die Reede von Bormes) war einer von drei
wichtigen Häfen, unter anderem, dem Hafen von Fréjus und dem von Pomponiana (die Reede
von Giens). Warscheinlich wurde Alconis durch die Griechen im VI. Jahrhundert vor Christus
gegründet. Später machten die Römer ihren Lieblingsurlaubsort daraus.
Die Gründung von Bormes wird auf das IV. Jahrhundert vor Christus geschätzt. Ein
italienischer Stamm namens "Bormani", so wird erzählt, hätte sich dort
niedergelassen. Warscheinlich stammt daher der Name von Bormes, der erstmals im Jahre 1056
n. Chr. durch Geschichtsschreiber genannt wird (Borma). Es gibt auch eine andere
Erklärung : Die Übersetzung aus der keltischen Sprache lautet "Bormo",
sprudelndes Wasser. (Es gab viele Quellen in Bormes).
Angesichts häufiger Angriffe der Sarazenen im IX. Jahrhundert n. Chr., zogen sich die
Bormanier, ein Fischervolk, zwischen die Hügel von Bormes zurück, die natürlichen
Schutz zur Verteidigung boten. Der Ort selbst und das Schloss wurden erst im XII.
Jahrhundert erbaut. Bormes musste viele Invasionen erdulden. Im Jahre 730 wurde die
damalige Ansiedlung durch die Sarazenen und im Jahre 1393 der Ort durch Korsaren
verwüstet.
859 waren es die Normannen und 1362 die Spanier, die in das Dorf einbrachen. Auch wurde
das Dorf mehrmals in Brand gesetzt;1529 durch die Mauren, zehn Jahre später durch die
Genueser aus Andrea Doria und letztlich durch die Truppen des Grafen von Carces, während
der Religionskriege im Jahre 1579.
1257 war es Roger de Fos, der als erster Regent die Herrschaft über Bormes und die
umliegenden Länderreien vom Grafen von Carces übereignet bekam. Der Bau des Schlosses
wurde unter ihm begonnen und zog sich bis in's XIV. Jahrhundert. Das Wappen am Rathaus von
Bormes stammt aus dem Hause "Grasse", Nachfolger des 13. Regenten aus dem Hause
"Fos" 1422. Charles von Maine, letztes Landesoberhaupt der Provence, hinterliess
nach seinem Tod 1483 seine Grafschaft dem König von Frankreich. Somit kam Bormes unter
französische Regierung. Dem Hause "Grasse" folgten 1601 die deren von
"Marignane" und 1755 das Haus deren von "L'Enfant de la Platrière".
Der 27. und letzte Regent stammte aus dem Hause "Albert", der ab 1769 in Bormes
das Sagen hatte. 1789 beendete die Revolution das feudalistische System.
Le Lavandou war am Anfang des XVIII. Jahrhunderts nur eine kleine Ansiedlung von Fischern,
unter der Verwaltung des Baron von Bormes. Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von der
Fischerei. Bis Ende des XIX. Jahrhunderts war Le Lavandou zu einem kleinen Ort
herangewachsen. 1890 wurde Le Lavandou an die entlang der Côte d'Azur neu gebaute
Eisenbahnlinie angeschlossen. Dieses Verhalf der Region zu wirtschaftlichen Aufschwung und
von der Isolation der Möglichkeit , ihre Handelswaren entlang der Küste zu
transportieren.
Am 25. Mai 1913 bekam Le Lavandou seine selbständige Verwaltung. Dadurch verlor Bormes
eine Grundfläche von 2350 ha und 1075 Einwohner. Inzwischen ist Le Lavandou ein
international bekannter Badeort. Der Tourismus hat sich stark entwickelt. Die herrliche
Lage am Gebirgszug des "Massif der Maures", das Mittelmeerklima, die schönen
Strände, die Inseln, all das macht Le Lavandou, zu jeder Jahreszeit, zu einem sehr
beliebten Urlaubsort. Die Etymologie des Wortes Lavandou stammt wahrscheinlich aus dem
Wort "Lavadou", was in der Umgangssprache Waschhaus bedeutete. Das war der
Platz, an dem die Waschfrauen des Ortes bevorzugt ihre Wäsche wuschen. Jedes Jahr feiert
man zwei Seeräuber, die an der Unabhängigkeit Argentiniens beteiligt waren. Hypolyte
Mourdeille, von den Argentiniern auch "Hypolito" genannt, der die Spanier am Rio
de la Plata besiegte und André-Paul Bouchard, der die Spanier an der Seite von General
San Martin aus Buenos-Aires vertrieb.

la carte de l'Ile du Levant